CAPTABLE SORGT FÜR DEN DURCHBLICK BEI INVESTMENTS

Es gibt viele Dinge, um die sich Gründer am besten gleich bei der Geburtstsunde ihres Startups kümmern sollten. Die Erstellung eines Cap Tables gehört da nicht zwingend zu, aber spätestens, wenn die ersten Investoren an die Tür klopfen, sollte man diese Übersicht parat haben. Standard ist da eine selbstgebastelte Excel-Tabelle, doch einfacher und eleganter geht es über die Webseite von captable.io.

Kurz zur Erklärung: Ein Cap Table (Kurzform für „capitalization table“) ist tabellarische Übersicht über die Gesellschafter eines Unternehmens. Das ist ganz am Anfang meist nicht sehr kompliziert: Da sind zum Beispiel drei Gründer, denen jeweils an Drittel des Startups gehört, und das wars. Stellt sich aber Erfolg ein, an dem diverse Investoren teilhaben wollen, wird es schnell unübersichtlich. Immer wieder ist von Finanzierungsrunden zu lesen, an denen sich gern mal ein halbes Dutzend Investmentfirmen oder Einzelpersonen beteiligen. Man spricht bei den Runden von Seed,  Serie A, B, C und so weiter, und häufig kommen in jeder Runde neue Teilnehmer ins Spiel.

Um dann die Übersicht zu behalten, wer wieviele Anteile zu welchem Wert hält, gibt es eben Cap Tables, und die, wie gesagt, bevorzugt in Form einer Exceltabelle, bei der irgendwann kaum noch der Durchblick möglich ist. Das muss auch anders gehen, dachten sich ein paar amerikanische Startup-Profis, und entwickelten captable.io. Mit dieser Webseite lassen sich Cap Tables ganz einfach erstellen, in der Cloud Speichern und somit von allen Beteiligten jederzeit einsehen. Ein toller Service, der zudem noch kostenlos ist. Hier eine stichwortartige Übersicht über das, was captable bietet:

  • Tabellarische Aufbereitung aller Daten über Anteilsverteilung, Aktienbesitz, Wandelanleihen usw.
  • Grafische Umsetzung dieser Daten
  • Eine Zeitachse mit allen investitionsrelevanten Ereignissen
  • Prognosetools, die die Folgen möglicher weiterer Investitionen oder eines Exits berechnen lassen
  • Garantierter Datenschutz; die Daten liegen auf einem Server in Amsterdam

Auf der Webseite werden die verschiedenen Features im Detail vorgestellt. Filmfans haben daran einen zusätzlichen Spaß, denn als Beispielfirma halten die „Ghostbusters“ her, inklusive der originalen Rollennamen aus dem Filmklassiker.

Interessant auch die realen Personen, die hinter captable.io stecken. Der Name Eric Ries dürfte so ziemlich jedem geläufig sein, der sich mit dem Thema Startups beschäftigt hat. Er gilt als einer der Pioniere der Lean Startup-Bewegung und hat ein viel gelesenes Standardwerk darüber geschrieben. Sein Mitgründer John Bautista, Harvard-Absolvent, hat schon viele Unternehmen und Investoren beraten und ist Mitgründer der Venture Law Group.

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